Bouldern Heute - Fachbegriffe

Fachchinesisch gibt es in allen Bereichen, so natürlich auch beim Bouldern. Lasse Dich als rookie (Anfänger, Neuling) nicht von dem Kauderwelsch anderer verunsichern. Das eine oder andere Fachwort ist gewiss notwendig, auf dieser Seite erhältst Du dazu die notwendigen Erklärungen.

Bei manchen Hobbies geht das "sich-verlieren-in-anglizismen" soweit, dass man mitunter nicht mehr weiss, was denn das Gegenüber da nun ausdrücken will. Beim Bouldern ist die Sprache überschaubar und nachvollziehbar.



Dach: wie ein Überhang, jedoch ist der Winkel sehr stark, es wird fast in Horizontallage geklettert, vergleichbar ist dies mit dem Klettern an der Zimmerdecke.

Dynamisches Greifen: die Griffe sind weit auseinander, so dass Du sie nicht direkt ergreifen kannst. In diesem Fall musst Du mit dem ganzen Körper in Zielrichtung schwingen und schnell den Boulder ergreifen. Diese Technik erfordert ein wenig Übung, Erfolg stellt sich aber recht schnell ein. Dynamisches Greifen geht horizontal ebenso wie vertikal.

offene Tür: ein Problem beim Bouldern und Klettern durch eine instabile Gleichgewichtssituation vor allem bei Schrägen und Überhängen, wenn Hand und Fuss der gleichen Seite benutzt werden: z.B. rechte Hand und rechter Fuss wirken dabei wie die Angel einer Türe. Beim Lösen der Greifhand schwingt der Körper längs der Körperachse von der Wand weg. Abhilfe schaffen Eindrehen oder Fusswechsel.

Tunnel: ein Begriff aus der Hallentechnik. Bei einem Tunnel kletterst Du nicht eine senkrechte oder schräge Wand hoch, sondern Du hast zwar vielleicht ein vertikales Teilstück, aber die Schwierigkeit liegt an der Decke des Tunnels und dem Übergang, siehe Bild links. Du siehst, dass Tunnel nicht unbedingt hoch sein müssen, der in diesem Beispiel hat eine Höhe von ca. 1,50 m. In größeren Tunneln können sich durchaus auch Kombinationen ergeben mit Schrägen, Überhängen und/oder Walzen.

Überhang: während eine senkrechte Kletterwand einen Winkel von 90° zum Boden hat, hat ein Überhang einen kleineren Winkel. D.h. der gesamte Körper ist der Gravitation ausgesetzt und der Kletterer oder Boulderer muss der Erdanziehungskraft widerstehen. Hier kommt es sehr stark auf die Körperspannung und gute Klettertechnik an. Das Klettern am Überhang ist eine sehr anspruchsvolle Herausforderung.

Verschneidung: die Verbindung zweier winklig aufeinander treffender Wände. Gemeint sind hier spitzwinklige Verbindungen (also die Innenseiten), die spezielle Klettertechniken ermöglichen.

Walze:


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