Muskelkater

Der Muskelkater ist ein wichtiges Signal des Körpers, er darf nicht auf die leichhte Schulter genommen werden

Die These aus früheren Zeiten, dass Muskelkater von einer Übersäuerung des Muskels mit Milchsäure (Laktose) kommt, ist inzwischen hinreichend widerlegt. Inzwischen wissen wir: es handelt sich um feinste Risse in der Muskulatur, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Durch diese Risse werden Proteine in der Muskulatur und der Zellmembrane geschädigt. Dadurch wiederum strömen Proteine und Enzyme nach aussen. Der Körper merkt, dass etwas nicht stimmt und schickt Immunzellen in die entsprechende Körperregion. Die Immunzellen allerdings setzen einen Stoff frei, der den Schmerz verstärkt indem er die Nervenzellen sensibilisiert.

Das ist zwar ein komplexer biologischer Vorgang, ist aber aus medizinischer Sicht eher harmlos und nicht beunruhigend. Allerdings bedeutet das für den Sportler keineswegs die absolute Entwarnung und Freibrief für alles, denn in dieser Phase sind die betroffenen Muskeln anfälliger für schwerere Verletzungen.

Wer sich nicht von einem Muskelkater aufhalten lassen möchte, darf auch weiter trainieren, allerdings nur mit reduzierter Intensität. Was geht ist ein Regenerationstraining, das die betroffenen Muskelpartien zwar anspricht und bewegt, diese aber nicht intentiv belastet.

Regenerationstraining hilft tatasächlich der Genesung: durch die leichte Bewegung, die bessere Durchblutung und die erzeugte Wärme in den Muskeln. Wärme ist ein wichtiger Faktor bei der Wiederherstellung der muskulären Gesundheit, ein Bad, ein Saunagang, warme Umschläge, eine leichte Massage sind hier empfehlenswerte Handlungsempfehlungen

In der Vorbereitung auf die sportliche Aktivität gilt heute auch nicht mehr, dass der Sportler sich vor der Belastung ausgiebigndehnen sollte. Die Muskelspannung geht dabei verloren, die ansonsten wichtig wäre für die Sporteinheit. "Anschwitzen" ist heute das Motto. Dabei absolvierst Su ein leichtes Auswärmprogramm, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und ihm das Signal zu geben, dass gleich eine Belastung folgt.

Beim Anschwitzen solltest Du darauf achten, dass sportartspezifische Muskeln einbezogen werden: der Läufer braucht die Beinmuskulatur, der Basketballer auch die Armmuskulatur, der Kletterer braucht ein Ansprechen aller möglichen Muskelregionen. Wärmne Dich konzentriert und umfassend auf, aber verausgabe Dich nicht dabei, denn die Belasstung folgt ja erst noch.


Bei normaler Bewegung werden die Muskeln verkürzt, wie z.B. beim Gehen oder Laufen oder beim Bizepstraining mit der Kurzhantel. Durch diese konzentrischen Kontraktionen der Muskeln funktioniert die Bewegung.

Es gibt aber auch die excentrischen Kontraktionen, die eine Dehnung der Muskeln durch äussere Kräft abbremsen. Solche hast Du z.B. beim Laufen bergab oder bei Ausfallschritten beim Tennis und Mannschaftssportarten wie Fussball usw.; es ist hierbei nicht die Beschleunigung zur Seite hin, um dem Gegner auszuweichen, sondern das Abbremsen davor oder danach, also letztlich das Stauchen dieser Partie, was ja auch auf die Gelenke geht.

Bei manchen Sportarten kann ein Muskelkater eher nicht oder kaum vorkommen, weil es hier keine excentrische Kontraktionen gibt. So sind z.B. Schwimmer davor gefeit, auch wird der Flachlandläufer diesbezüglich eher weniger Probleme haben.


Du suchst ganz gezielte Informationen? Verwende die Suchmaschine, um alle unsere Websites nach den gewünschten Stichworten zu durchsuchen.