Thai Chi: Die 5 Elemente

Es gibt nichts besseres für einen gesunden Rücken

Zuerst die Ausschlüsse: natürlich gibt es Menschen, die ein echtes medizinisches Problem mit dem Rücken haben. Denen sei definitiv angeraten, bei einem Facharzt vorstellig zu werden und mit ihm dieses medizinische Problem zu lösen.

Die allermeisten Rückenprobleme sind aber auf Bewegungsmangel zurückzuführen und auf einseitige Dauerfehlbelastungen. Das Arbeiten am Schreibtisch in immer derselben Position ist dafür ein gutes Beispiel. Immer nur die Maus mit einer Hand rumschubsen, dabei den Rücken ertwas gekrümmt halten, reglos, das führt zu Verkrampfungen und einseitigen Belastungen und Abnutzungen.

Es ist nicht nur gut für die Augen, regelmäßig den Blick vom Bildschirm zu nehmen und etwas anderes zu fokussieren, es ist auch gut für den Rücken, immer wieder ein andere Haltung einzunehmen, ihn zu bewegen und natürlich gezieltes Rückentraining zu machen.

Bei mir steht 5 - 7 mal pro Woche Thai Chi auf dem Programm, immer morgens nach dem Ausstehen. Da reichen mir 5 - 10 Minuten aus, dann sind Verspannungen weg und der Kreislauf ist in Schwung. Danach vielleicht noch eine kleine Session mit Rumpfmuskulaturübungen (3 - 5 mal pro Woche), dann hast Du für Deinen Rücken schon eine Menge getan.

Ich ziehe dieses Programm nun seit über 15 Jahren durch und habe keinerlei Rückenprobleme, was ich auf mein konsquentes Umsetzen der Übungen zurück führe. Man muss lediglich seinen inneren Schweinehund überwinden, dann wird alles gut.





Anmerkungen zu den Übungen;

Die 5 Elemente sind eine Abfolge der Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Sie fördern jeweils unterschiedliche Rückenbereiche:

  • Wasser: der Rücken wird gebeugt, Wirbel für Wirbel, die Hände gehen nach unten, um das Wasser zu schöpfen, mit dem imaginären Wasser gehen die Hände nach oben, der Rücken geht in eine aufrechte Position zurück, wieder Wirbel für Wirbel
  • Holz: die Hände bilden über dem Kopf die Krone eines Baumes und werden dann nach aussen und unten bewegt, hier werden die Schultergelenke bewegt. Das kann auch schon mal knacken da drin, macht mir aber keine Sorge, solange ich keine Schmerzen bekomme und vor allem keine Dauerschmerzen. Ansonsten werden die Schultergelenke schön geschmiert bei diesem Element
  • Feuer: die Hände schieben das Feuer vom Herzen weg, die Belastung geht auf den hinteren Fuss und wieder nach vorne. Du kannst vertikale Muskeln direkt unterhalb der Schulterblätter spüren
  • Erde: das ist für mich eine mehr meditative Bewegung, die Hände greifen in die Erde und legen sie wieder ab, dabei werden die Schultergelenke leicht bewegt
  • Metall: die Hände greifen nach oben und fahren von aussen nach innen, wie an einer Schiene. Dabei werden die Rückenwirbel in der seitlichen Position angehoben, in die Mittelposition bewegt und wieder abgesetzt

Ich mache diese Übungen immer barfuss, so habe ich den besten Halt auf dem Boden. Auf meinen Fliesen würde ich sonst nicht genügend Standfestigkeit haben. Die Füsse stehen etwa schulterbreit auseinander, die Knie sind nicht durchgedrückt, sondern locker federnd.

Der Atem geht dabei ganz automatisch, es muss nicht extra kräftig gepustet werden oder sonst etwas. Gehen die Hände nach oben (Holz, Erde, Metall) oder zum Körper hin, wird eingeatmet, gehen die Hände nach unten (Wasser, Erde, Metall) oder vom Körper weg (Feuer), wird ausgeatmet.


Du suchst ganz gezielte Informationen? Verwende die Suchmaschine, um alle unsere Websites nach den gewünschten Stichworten zu durchsuchen.